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Mit sechs Feldspielerinnen und einer Torfrau mussten die Eagles Südtirol am Wochenende in weniger als 24 Stunden zwei Spiele im Piemont bestreiten.
Bozen, 26.01.2026 – Der Grund für die prekäre Personalsituation liegt in der – gelinde gesagt – irrsinnigen Planung der Nationalmannschaftscamps. Ursprünglich hätten die sieben Spielerinnen des Olympiakaders nur bis zum 20. Januar in Montreal bleiben sollen, deshalb wurden die beiden Spiele auch eingeplant. Plötzlich hieß es von offizieller Seite, dass die Mannschaft erst am 24. Januar abreisen würde und man sowieso nicht will, dass die Spielerinnen vor den Olympischen Spielen Meisterschaftsspiele bestreiten. Kein anderer Lösungsvorschlag, keine Alternative. Das alles mit dem Risiko, den Meisterschaftsverlauf zu verfälschen.
Am Samstag kreuzten die Eagles mit dem Schlusslicht Piemont Rebelles in Torre Pellice die Schläger. Beim Hinspiel in Bozen – auch nur mit sechs Feldspielerinnen – hatte das Endresultat 8:0 geheißen. Dieses Mal stand nach sechzig Spielminuten 6:0 für die Eagles Südtirol auf der Anzeigetafel. Die Verteidigerinnen Olivia Cambruzzi und Léonie Philbert erzielten jeweils zwei Treffer, die andren beiden gingen auf das Konto von Annalisa Giuliani und Emma Cereghini. Goalie Lucrezia La Sala konnte sich den zweiten Shut Out ihrer noch jungen Saison im Eagles-Trikot gutschrieben lassen.
Am Sonntag mussten sich die Eagles in Turin dem Tabellenzweiten Real Torino stellen. Drei Linien gegen eine.
Mit cleverem Spiel behielten die Südtirolerinnen auch in diesem Spiel mit 7:1 die Oberhand. Überragende Akteurin war Léonie Philbert mit einem Hattrick. Emma Cereghini steuerte zwei Treffer bei, Annalisa Giuliani besorgte Treffer Nummer sieben.
Brisantes Detail am Rande: Hätten die Eagles, die nicht in Bestbesetzung antreten konnten, weil die Nationalspielerinnen auf Entscheid des Verbandes nicht zur Verfügung standen, das Spiel verloren, hätte Trentino Women keine Chance mehr gehabt die Mannschaft aus dem Piemont in der Tabelle zu überholen und es wäre wegen Verfälschung der Meisterschaft zu einem Eklat gekommen.
Die Eagles Südtirol starten als Tabellenerste in die Masterround der ersten drei Teams. Wobei sowieso fraglich ist, wann diese Spiele gespielt werden sollen, da sie sich mit den Olympischen Spielen überlagern und die Eagles Südtirol nicht nur wieder kaum Spielerinnen zur Verfügung haben, sondern auch keinen Trainer.
Die Details zu den Spielen:
Piemont Rebelles vs Eagles Südtirol 0:6 (0:2)(0:1)(0:3)
https://italia.hockey/game/piemont-rebelles-vs-eagles-sudtirol-alto-adige/?id=28959
Real Torino vs Eagles Südtirol 1:7 (0:0)(0:3)(1:4)
https://italia.hockey/game/hc-real-torino-f-vs-eagles-sudtirol-alto-adige/?id=28962
Foto: Léonie Philbert konnte sich in den beiden Spielen insgesamt 5 Tore gutschreiben lassen